100 Jahre VHS Köln: Blick zurück – und nach vorn

Ende des 1. Weltkrieges, Abdankung des Kaisers und Aufbruch in die Weimarer Republik, in deren Verfassung 1919 steht: „Das Volksbildungswesen, einschließlich der Volkshochschulen, soll von Reich, Ländern und Gemeinden gefördert werden.“ Zu dieser Zeit wurde in Köln, wie in vielen anderen Städten in Deutschland, eine VHS gegründet. 1920 beauftragte Oberbürgermeister Konrad Adenauer hauptberuflich Prof. Paul Honigsheim mit der Leitung. Seither sind fast 100 Jahre vergangen. VHS-Geschichte spiegelte darin immer auch lokale und nationale Zeitgeschichte mit allen Stimmungen, die Aufbruch und Zwangspause, Wiederaufbau und Boom Zeiten mit sich brachten. Kölsche Besonderheiten und allgemeine Tendenzen, beides ist für die Entwicklung bedeutsam. Dem soll im Seminar in einigen Zeitetappen und an vielen Beispielen und Dokumenten nachgespürt werden: -Von der Gründung 1919 bis zur Schließung 1933 -Die Wiedereröffnung 1946 bis Anfang der 1960er -Die große Boomphase bis in die 1990er -Kontinuität und Innovation heute -Quo vadis – VHS der Zukunft? Die VHS Köln und viele andere VHS in Deutschland haben eine Tradition mit vielfältigen Wurzeln in den Lesegesellschaften, der Arbeiterbildung und der Popularisierung von Wissenschaft durch die Universitäten. Sie haben eine bewegte Geschichte mit Brüchen; 1933, 1945 und 1990 sind wichtige Eckdaten. Heute sind es etwa 900 VHS, dazu etwa 3.500 Zweigstellen, flächendeckend für Deutschland. Zusammengenommen sind die VHS die größte Weiterbildungseinrichtung mit jährlich mehr als 9 Millionen Teilnehmenden. Beachte: Pro Jahr gibt es 26,3 Millionen in der Weiterbildung insgesamt, denen 8,4 Millionen an allgemeinbildenden Schulen, 2,4 Millionen an Berufsschulen und 2,7 Millionen Studierende gegenüberstehen. Das Lebenslange Lernen, gerade auch im Erwachsenenalter gewinnt an Bedeutung für jeden einzelnen. In der Veranstaltung soll gemeinsam mit den Teilnehmenden dieser mehrdimensionale Blick auf die VHS entwickelt werden. Es geht um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir schauen auf Köln, aber auch über den Tellerrand hinaus auf andere VHS. Und in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung werden grenzüberschreitende und internationale Aspekte nicht fehlen können. Aktive Teilnahme ist wünschenswert. Es ist zu erwarten, dass einige sich eher historischen als zukünftigen, andere eher lokalen als landesweiten Fragestellungen widmen wollen. Das ist möglich nach einer Planungsrunde am ersten Tag, dem eine Bearbeitung von Themen in kleineren Gruppen folgt. Materialien (Dokumente,Texte, Fotos, Medien) können mitgebracht werden. Vielleicht sind wir erfolgreich in der Suche nach Zeitzeugen (älteste Teilnehmende, früheres haupt- und nebenberuflichen Personal). In der letzten Sitzung werden dann die Ergebnisse zusammen getragen und geprüft, in welcher Form sie Eingang finden in die Feierlichkeiten 2019 zum Jubiläum 100 Jahre Volkshochschule Köln.
4 Tage, 15.09.2018 - 17.11.2018
Samstag, 11:00 - 16:00 Uhr
4 Termin(e)
26,67 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten (20 Stunden)
Dr. Klaus Heuer
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Heribert Hinzen
A-114310
VHS Studienhaus am Neumarkt, Cäcilienstr. 35, 50667 Köln, Altstadt/Süd, (WLAN vorhanden)
Eintritt frei
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