Adler für Agnostiker

Der Gemeinschaftssinn neben Religion und Politik

Über Jahrtausende hinweg boten Religionen und Politik - als Formen der Herrschaftsstrukturierung -  dem Suchen der Menschen nach Ordnung der Zusammengehörigkeiten Halt und Orientierung. Dies scheint in der Gegenwart fast nur noch einer Minderheit unserer westlich bzw. kapitalistisch geprägten Gesellschaft das passende Angebot zu machen: Die derzeitigen demokratisch geprägten Herrschaftssysteme wirken für viele Menschen beinahe schon elitär – oder in Floskeln entleert. Das macht verdrossen und ratlos. Völkisch-rassistische Verengungen und eine Zunahme entgrenzter, entfremdeter Phänomene sind auf der destruktiven Seite zu beobachten. Gleichzeitig zeigen sich auf der anderen Seite neue Formen des „Teilen-statt-Besitzens“ und der „Weltverantwortung“ in Demonstrationen und in Versuchen, „fair“ zu leben. Auch wenn die Ausdrucksformen noch so sehr differieren, lebt in ihnen die alte Menschheitssehnsucht fort nach Sinn stiftender, ordnender Gemeinschaft, in der jeder Mensch passenden Platz und Ausdruck finden könnte. Die Erfahrungen der menschlichen und moralischen Katastrophe des Ersten Weltkriegs ließen Alfred Adler einen formenden und geformten Gemeinschaftssinn formulieren. In diesem Geist begründete er die Sozialmedizin, die Beratungsstellen - und eine Psychotherapie, die zur Teilhabe ermutigt. Darüber - wie der Gemeinschaftssinn heute zu interpretieren und zu beantworten sein könnte und welche Zusammenhänge und Unterschiede zu Religionen und zur Politik zu entdecken wären - wollen wir miteinander ins Gespräch kommen - mit einer Individualpsychologin, einem Soziologen und einer Theologin. In Kooperation mit der DGIP ( Deutsche Gesellschaft für Individualpsychologie).
1 Abend, 03.12.2019
Dienstag, 19:00 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
2,67 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten (2 Stunden)
Verena Ackermann-Arslan
A-138240
FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Cäcilienstr. 29-33, 50667 Köln, Altstadt-Süd
Entgelt:
5,00

Abendkasse - keine Anmeldung erforderlich

 
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