„Die aufgeregte Gesellschaft“

Wie Emotionen unsere Moral prägen und was dies für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeutet

Moralische Urteile sollten sich auf Prinzipien gründen und rational sein. So ist es der Anspruch der Philosophie. Wie aber, wenn sie primär Effekte von Affekten sind? Von Angst, Zorn, Ekel, Scham, Schuld? Wenn sie Gesellschaften meist polarisieren, weil sie gruppenspezifische Vorurteile und persönliche Vorlieben repräsentieren? Dann gilt es, die Entstehung von Moral neu darzustellen: Als biologisch motiviert und als etabliert, um im Zusammenhalt der Gruppe überleben zu können. Aber entscheidet die Neigung zu stammesartigen Gebilden (deren digitale Formen die Filterblasen und Echokammern in sozialen Netzwerken sind) wirklich allein darüber, welche Moral herrscht? Nein, meint der Philosoph Philipp Hübl (*1975). Menschen könnten ihre Vorurteile reflektieren und revidieren. Aber ob das reicht, um eine rational gefestigte Moral etablieren zu können und Gesellschaften prinzipienfest zu befrieden? Danach wird in einer kritischen Erörterung der Position Hübls in diesem Vortrag gefragt.
1 Abend, 26.04.2022
Dienstag, 20:00 - 21:30 Uhr
1 Termin(e)
2 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten (1,5 Stunden)
Dr. phil. Uwe Beyer
A-131809
VHS Studienhaus am Neumarkt, Cäcilienstr. 35, 50667 Köln, Altstadt/Süd, (WLAN vorhanden)
Entgelt:
6,00
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