Dem Rätsel auf der Spur… – Hans Driever der verborgene Künstler

Surrealistische Gemälde als Ausdruck von Krieg, Fahnenflucht und innerer Emigration

Der Bildhauer und Maler Hans Driever (1919 – 1994) hasste das Hitler-Regime. Jeder Zwang, jede „Uniformierung“ war ihm unerträglich. 1938 wurde er zum Reichsarbeitsdienst und anschließend 1939 zum Wehrdienst eingezogen. Es folgten Fahnenflucht, Rückkehr zur Familie aus Sorge um sie, Einweisung in die Psychiatrie wegen angeblich „verrückten“ Verhaltens“, wahrscheinlich der Versuch, der Todesstrafe zu entgehen. Nach der Diagnose „manisch-depressives Irresein“ wurde er aus dem Kriegsdienst entlassen.
Beim zweiten Einberufungsbefehl 1944 tauchte er unter – bei der Familie und Freunden.
Diese Phase ständiger Angst vor Entdeckung und Hinrichtung durch die Nazis haben Hans Driever für den Rest seines Lebens geprägt.

Die hier gezeigten Bilder sind erst in der 70er Jahren von ihm gemalt worden:
Menschen mit Masken, Helmen, in Uniformen oder Rüstungen, verborgen hinter Fenstern, Burgen, die den Zutritt verwehren, Uhren ohne Zeiger… Diese Bilder von Hans Driever sind rätselhaft und faszinieren gleichzeitig. In der Ausstellung werden Sie viele dieser Bilder betrachten können. Dazu gibt es Informationen zu seinem Lebensweg und eine Deutung der Bilder, die Licht auf diese surrealen Bilder wirft. 

Ausstellungseröffnung: Freitag, 04.11.2022, 19 Uhr mit Impulsen von Thomas Auchter zu "Niederschläge von (Kriegs)Traumatisierungen auf künstlerische Gestaltungen – eine psychoanalytische Perspektive"

Ausstellungsdauer: 04.11. - 27.01.2023 Öffnungszeiten: Montag - Freitag, 9 - 21.30 Uhr, an Wochenenden nach Rücksprache

Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise zum Corona-Hygiene-Schutzkonzept auf unserer Internetseite.

Am 23.11.2022 findet um 19 Uhr ein begleitender Vortrag zum Thema Alter statt: L-138280
1 Abend, 04.11.2022
Freitag, 19:00 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
2,67 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten (2 Stunden)
Thomas Auchter
L-301320
VHS im Bezirksrathaus Lindenthal, Eingang Oskar- Jäger Straße, Aachener Str. 220, 50931 Köln, Lindenthal
Es fallen keine Kosten an.
Belegung:

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