Garten – Wasser – Klima

Kooperation mit der Wasserinitiative Köln und dem Team Wasserretention

Am 28. Juli 2010 erklärt die Vollversammlung der Vereinten Nationen den Zugang zu sauberem Trinkwasser zum Menschenrecht. Die Deklaration ist zwar rechtlich nicht bindend, hat jedoch einen hohen politischen Stellenwert. Denn Wasser ist damit keine übliche Handelsware, sondern ein öffentliches Gut. Durch jahrzehntelange Eingriffe in die Wasserkreisläufe zu Gunsten industrieller Produktion ist dieses wertvolle Gut zunehmend gefährdet und damit auch Gesundheit und Überleben von Menschen.

Die Veranstaltung will große und kleine Wasser-Kreisläufe und -Zusammenhänge in den Blick nehmen, über Strategien von Industrie und Politik informieren und über praktische Methoden nachdenken, die im eigenen Garten anwendbar sind. 

Wenn das Wasser knapp wird

In vielen Regionen Deutschlands sinken die Grundwasserstände. Während es für den privaten Verbrauch einheitliche Kubikmeter-Preise gibt, wurden hinsichtlich der Wasserentnahme durch Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe bis heute keine einheitlichen Regeln festgelegt. Wer wieviel verbraucht ist nicht nachvollziehbar. Nicht wenige Betriebe bezahlen gar nichts. Selbst die Wasserverwaltung bestätigt eine unklare Datenlage. 
Steht Wasser jedoch nicht mehr in unbegrenzter Menge zur Verfügung, muss die Entnahme von Grund- oder Oberflächenwasser in vielerlei Hinsicht neu geregelt werden. 
Wie werden Wasser und Kosten gerecht verteilt?

Wenn die Stadt zum Schwamm wird

Landnutzung und Wasserkreislauf beeinflussen sich gegenseitig und tragen weltweit zum Klimawandel mit seinen immer häufiger auftretenden Wetterextremen bei. In Deutsch¬land zählt der Sektor Wasser zu den „Kritischen Infrastrukturen“. Deshalb hat das Bundeskabinett am 15. März 2023 eine hundertseitige „Nationale Wasserstrategie“ verabschiedet, die von Ländern und Kommunen in Eigenregie umzusetzen ist. Die Stadt Köln diskutiert Maßnahmen, Sturzfluten aufzufangen statt wie bisher möglichst schnell abzuleiten.  
Wie kann Köln eine Schwammstadt werden?

Wenn der Garten zum Klimaverbündeten wird

Braune Rasenflächen, welke Pflanzen, unbefruchtete Obst-Blüten, verfaulte Früchte, Wurzeln und Zwiebeln. Und immer wieder mühsame und frustrierende Rettungsaktionen.
Durststrecken und Sturzfluten machen auch so manchem Garten zu schaffen. Oft passen die gewohnten Gartenpraktiken nicht mehr zu den neuen klimatischen Bedingungen. Dabei haben Pflanzen und Bodenlebewesen selbst einige Kompetenz beim Wassermanagement zu bieten. 
Welche Kooperationsmöglichkeiten zwischen GärtnerInnen und Garten gibt es?

Wenn aus dem Hambacher Loch ein See wird

Ab 2025 will RWE mit Genehmigung der Landesregierung die riesigen Löcher, die durch das Abbaggern der Braunkohle im Rheinischen Revier entstanden sind, füllen. – Mit Wasser. 
Das soll Jahrzehnte lang tagtäglich aus dem Rhein gepumpt werden. Geplant ist der Bau eines Pumpwerks und einer Pipeline von Dormagen-Rheinfeld nach Garzweiler und Hambach. Allein für das Hambacher Loch sind 3,6 Milliarden Kubikmeter Wasser nötig um den 400 m tiefen See mit einer Seefläche von 4.200 Hektar zu füllen. (Fast 6.000 Fußballfelder.) 
Welche ökologischen Folgen kann das haben? 
Anmeldung erforderlich
1 Tag, 09.03.2024
Samstag, 13:30 - 17:30 Uhr
1 Termin(e)
5,33 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten (4 Stunden)
Ingrid Gossner
A-161017
VHS Studienhaus am Neumarkt, Cäcilienstr. 35, 50667 Köln, Altstadt/Süd, (WLAN vorhanden)
Es fallen keine Kosten an.
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